Wir haben in einem Safari-Zelt in De Eemhof geschlafen – im Hafen, und nicht im Center Parcs direkt. Dieser Satz ist der Grund für diese Seite, denn er beschreibt eine Konstellation, die man von außen kaum durchschaut: Direkt neben dem Center Parcs De Eemhof, am selben Wasser, hinter demselben Deich, liegt ein Campingplatz, der einem anderen Betreiber gehört. Camping Marina Eemhof, Slingerweg 9 in Zeewolde. Der Park nebenan hat die Hausnummer 1.

Wir waren dort vom 2. bis 5. April 2026, als dritte Station unserer Osterreise durch Holland. Der Platz öffnet jedes Jahr am 1. April – wir waren also praktisch am zweiten Öffnungstag da, und das hat man gemerkt.

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Das Aqua Mundo kostet extra – auch wenn es in der Ausstattungsliste steht

Der Campingplatz führt das „Aqua Mundo swimming paradise" unter seinen Einrichtungen auf und schreibt, die Kinder könnten sich am Strand oder im Aqua Mundo des Center Parcs vergnügen. Was dort nicht steht: Man zahlt dafür. Wir mussten uns eigene Tagestickets besorgen. Es gibt 20 Prozent Rabatt, aber nur mit dem sogenannten „havenbon", den man an der Schwimmbadkasse des Center Parcs vorlegt. Wer das nicht weiß, rechnet mit einem Inklusiv-Schwimmbad und steht dann an einer Kasse, an der Familien schnell dreistellig zahlen.

Erst mal sortieren: Wer ist hier eigentlich wer?

Der Name stiftet Verwirrung, und zwar in beide Richtungen. Wer „Marina De Eemhof" sucht, findet auch Unterkünfte von Center Parcs selbst – Hausboote und Waterfront Suites, die der Park an genau diesem Hafen vermietet. Das ist nicht dieser Campingplatz. Der gehört zu einem eigenen Betriebsverbund mit Yachthafen, Wassersportzentrum, Beachclub und Brasserie. Center Parcs nennt der Betreiber konsequent „den benachbarten" Park, getrennt durch den Deich, und die Zusammenarbeit „unieke samenwerking" – Kooperation, nicht Zugehörigkeit. Zwei Firmen, zwei Adressen, zwei Telefonnummern.

Praktisch heißt das: Über Center Parcs ist der Campingplatz nicht buchbar. Man bucht direkt beim Betreiber – und bekommt dafür eine Zugangsregelung, die gleich ihren eigenen Abschnitt bekommt.

Unser Safari-Zelt: Küche ja, Bad nein

Es gibt dort vier Safari-Zelte für jeweils bis zu sechs Personen. Unseres war mit Küche, aber ohne Bad. Das Bad stand nebendran, wir sind also zum Sanitärgebäude gelaufen.

Und jetzt kommt der Punkt, für den man eine Erfahrungsseite überhaupt aufsucht: Der Betreiber bewirbt seine Safari-Zelte an fünf verschiedenen Stellen mit Dusche und WC im Zelt. Die Seitenüberschrift lautet „inclusief eigen sanitair", die Tarifliste nennt eine „Douche- en toiletcabine in de tent", das Buchungssystem eine „eigen badkamer met douche en toilet"; dasselbe steht in der englischen Fassung und auf der Hafen-Website. Auch die Stammdaten der Buchungsportale führen ein eigenes Bad mit Regendusche.

Wir hatten keins.

Daraus folgt nicht, dass die Werbung falsch ist, sondern dass es dort mehrere Zeltkategorien gibt und „Safari-Zelt" nicht automatisch „Bad im Zelt" heißt. Welche Kategorie wir gebucht hatten, können wir nicht mehr rekonstruieren; wir behaupten deshalb ausdrücklich nicht, dass alle Zelte ohne Bad sind. Wir sagen nur: unseres war es. Lass dir vor der Buchung schriftlich bestätigen, dass Dusche und WC wirklich im Zelt sind. Der Unterschied entscheidet darüber, ob man nachts im Bademantel über eine kalte Wiese läuft.

Was das Zelt sonst mitbrachte, war ordentlich: Gasherd, Kühl-Gefrier-Kombination, Spülmaschine, Kaffeemaschine, vollständiges Geschirr, ein Doppelbett und zwei Etagenbetten, Sitzecke drinnen wie draußen, Strom und WLAN. Die Endreinigung ist im Preis enthalten, die Bettwäsche nicht – die kostet 10 Euro pro Person und ist verpflichtend. Grillen geht nur mit gemietetem Grill, und Hunde dürfen ins Zelt nicht mit hinein.

Innenraum eines Safari-Zeltes auf Camping Marina Eemhof mit Sofa, Esstisch und Küchenzeile vor einer gelb gestrichenen Holzwand
Drinnen war alles da, was man zum Selbstversorgen braucht – ein Bad gehörte bei unserem Zelt nicht dazu

Nachts fast null Grad – und Heizdecken vom Betreiber

Die prägende Erinnerung an diesen Platz ist nicht der Hafen, sondern die Kälte. Die Temperaturen waren extrem niedrig, nachts ging es auf fast null Grad runter. Anfang April in einem Zelt, das ist genau so, wie es klingt.

Gerettet haben uns Heizdecken, die der Anbieter zur Verfügung gestellt hat. Das ist die ehrlichste Zeile dieser Seite, weil sie in beide Richtungen zeigt: Man braucht sie – das ist die Kritik. Und der Betreiber weiß das und reagiert darauf – das ist das Lob. In seiner offiziellen Ausstattungsliste steht davon übrigens nichts; erst die Stammdaten der Buchungsportale führen „elektrische Decken" und „Heizung", andere Gäste erwähnen einen Ofen im Zelt. Ob die Decken Standard sind oder auf Nachfrage kommen, wissen wir nicht – bei uns waren sie da. Wer im April oder Oktober bucht, packt trotzdem besser so, als gäbe es sie nicht.

Was der Zugang zum Center Parcs wirklich einschließt

Das ist der Kern dieser Seite, und er steht hier bewusst als unsere Beobachtung im April 2026 und nicht als Regel, auf die sich jemand berufen kann. Bei uns war es so: Das Parkgelände und seine übrigen Einrichtungen waren offen. Wir sind hinübergelaufen, haben den Supermarkt genutzt, sind über die Wege gegangen. Der Betreiber formuliert das auf seinen Tarifseiten als „vrije toegang Center Parcs" und stellt daneben, in einer eigenen Zeile, „20% korting Aqua Mundo". Zwei Zeilen, zwei verschiedene Dinge – das Schwimmbad ist vom freien Zutritt ausdrücklich nicht umfasst.

Frei nutzbar war für uns die Action Factory, und die war bei diesem Wetter Gold wert: riesiger Indoor-Spielplatz, dazu Shows. Wir haben dort viel Zeit verbracht, und es war ziemlich cool. Wichtig zu wissen: De Eemhof hat keinen Market Dome mehr – das überdachte Zentrum ist im Jahr 2000 abgebrannt und seit 2002 durch einen offenen Platz ersetzt, die Market Square. Bei Regen heißt das: Die Action Factory ist die Alternative, nicht das Zentrum.

Was wir nicht sagen können: ob die Einzelaktivitäten dort etwas kosten. Bowling, Klettern, Lasergame und Escape Room bucht man an der Rezeption, eine öffentliche Preisliste gibt es nicht, und wir haben nichts davon ausprobiert; für Kletterpark und Kreativ-Workshops ist eine Zuzahlung dokumentiert. Der Indoor-Spielplatz und die Shows haben uns nichts gekostet.

Das Aqua Mundo dagegen kostet. Der Mechanismus ist beim Betreiber sauber beschrieben, nur eben nicht dort, wo das Bad in der Ausstattungsliste steht: Man legt seinen Aufenthaltsbeleg („havenbon") an der Schwimmbadkasse des Center Parcs vor und kauft das Ticket mit 20 Prozent Rabatt. Der Betreiber sagt zu, dass für seine Gäste immer Platz ist und man nicht reservieren müsse. Center Parcs schreibt auf seiner Tagesgäste-Seite das Gegenteil. Diesen Widerspruch können wir nicht auflösen – wir stellen ihn nebeneinander, damit niemand vor verschlossener Tür steht.

Der Kontrast ist damit klar: Wer eine Unterkunft im Center Parcs De Eemhof bucht, schwimmt unbegrenzt und ohne Aufpreis. Wer nebenan campt, zahlt – nur 20 Prozent weniger als ein regulärer Tagesgast.

Der Platz selbst: Hafen, Badebucht und viel Wasser

Der Campingplatz liegt am Eemmeer, am südlichsten Zipfel Flevolands, gegenüber von Bunschoten-Spakenburg – klein und sehr wasserlastig. Die Stellplätze liegen entweder am Hafenfeld oder in zwei Reihen am Strand; ein eigener Sandstrand mit Liegewiese und einer Badebucht gehört dazu. Bis zum Aqua Mundo sind es gut 500 Meter Luftlinie, zu den Restaurants des Parks nennt der Betreiber rund zehn Minuten Fußweg, zum Supermarkt „ein paar Minuten".

Der Yachthafen daneben hat rund 300 Liegeplätze in zwei Becken. Abends ist das ein hübscher Ort: Die Apartmenthäuser spiegeln sich im Wasser, über der Uferwiese hängt eine Lichterkette, an den Picknicktischen sitzt man direkt am Ufer. Vom Gelände fährt außerdem ein kleines Boot nach Bunschoten-Spakenburg – Fahrplan und Preise finden wir nirgends veröffentlicht, und wir haben es nicht ausprobiert.

Mit kleinem Kind merkt man eines sofort: Wasser ist hier überall – der Reiz des Platzes und zugleich der Grund, hier nicht kurz woanders hinzuschauen.

Abends im Beachclub

Zum Verbund gehört ein Beachclub am Strand; dort haben wir an einem Abend gegessen – Fisch mit Pommes, eine Bowl mit Reis und Karottenstreifen, hinterher ein Eis für den Kleinen. Eine Empfehlung sprechen wir bewusst nicht aus: Ein Abend trägt kein Urteil über eine Küche.

Wichtiger für die Planung als unser Teller: Der Beachclub heißt „Eemhof Watersport & Beachclub" und ist ein eigener Betrieb mit eigenen Öffnungszeiten – die Brasserie „Zuiderzoet" in derselben Ecke ist etwas anderes. Außerhalb der Ferien öffnet der Beachclub nicht durchgehend, montags erst nachmittags, freitags erst spät; in den Schulferien dagegen täglich (Stand: August 2026).

Was das alles kostet

Preise – Stand August 2026, nicht unsere Rechnung

Der Betreiber veröffentlicht keine Preisliste, sondern rechnet alles im eigenen Buchungssystem aus. Abgefragt am 6. August 2026 ergab das für ein Safari-Zelt mit vier Personen in der Nachsaison: 276 Euro für zwei Nächte, 393 für drei, 865 für sieben; für die Hochsaison war kein Zelt buchbar. Stellplätze starten bei 32 Euro pro Nacht, in den Sommerferien bei rund 38 bis 43 Euro. Dazu kommen Kurtaxe und – im Zelt verpflichtend – 10 Euro Bettwäsche pro Person. Die Sanitärnutzung kostet nichts extra, für die Duschen braucht man keine Münzen.

Und dann die Rechnung, um die es hier eigentlich geht. Für das Aqua Mundo veröffentlicht Center Parcs keinen abrufbaren Tagespreis – die Preisfelder werden erst im Browser nachgeladen. Unabhängige Portale nennen als Größenordnung 26 bis 34 Euro ab 12 Jahren und 20 bis 26 Euro ab 3 Jahren, Babys frei; der Preis hängt vom Tag ab. Zieht man die 20 Prozent Campingrabatt ab, landet man überschlagen bei 21 bis 27 Euro pro Erwachsenem und 16 bis 21 Euro pro Kind – für eine vierköpfige Familie grob 75 bis 95 Euro für einen Schwimmbadtag. Das ist unsere eigene Überschlagsrechnung auf Basis einer Portalangabe und keine bestätigte Preisauskunft, zeigt aber die Größenordnung, um die es geht, wenn man mit einem Inklusiv-Schwimmbad plant.

Auffällig ist noch, wie weit die Bewertungen auseinandergehen: Buchungsportale mit überwiegend Zeltgästen liegen bei 8,4 bis 8,6 von 10, Camper-Portale mit überwiegend Stellplatzgästen bei 3 bis 3,2 von 5 – und deren Kritik betrifft fast immer die Sanitärgebäude.

Der Vergleich: Port Zélande macht es anders

Drei Tage später standen wir auf dem Campingplatz von Center Parcs Port Zélande, und der Unterschied war lehrreich. Dieser Platz gehört zum Park – und trotzdem ist das Aqua Mundo auch dort nicht inklusive. Man kann es aber schlicht dazubuchen, zur belegten Rate von 5 Euro pro Person und Nacht. Über eine Woche ist das eine überschaubare, vorher kalkulierbare Summe.

Unterm Strich zahlt man also in beiden Fällen fürs Schwimmen, nur auf völlig verschiedenen Wegen: dort als planbarer Aufschlag auf die Buchung, hier als Tagesticket, das man sich vor Ort selbst organisiert. Ein zweiter Unterschied betraf uns nachts: Unser Campingfass in Port Zélande hatte eine sehr gute Heizung. Das Safari-Zelt in Eemhof hatte Heizdecken.

Für wen sich das lohnt – und für wen nicht

Die Positionierung lässt sich in einem Satz sagen: Der Platz ist eine gute Alternative für Center Parcs De Eemhof im Sommer. Wer den Park mit seinem Angebot will, aber die Ferienhauspreise scheut, campt nebenan, nutzt Gelände, Supermarkt, Restaurants und Action Factory – und kauft für die Schwimmbadtage Tickets. Über eine Woche kann das aufgehen, solange man nicht jeden Tag ins Wasser will.

Die Einschränkung gehört dazu und ist wörtlich gemeint: im Sommer. Anfang April ist es dafür zu kalt. Der Platz öffnet erst am 1. April und schließt am 1. November; wir waren am unteren Rand dieser Saison da, und die Nacht bei null Grad war kein Ausrutscher, sondern das, was die Jahreszeit hergibt.

Wo man bucht – und warum hier kein Link steht

Camping Marina Eemhof, Slingerweg 9, 3896 LD Zeewolde. Die Website des Betreibers lautet campingmarinaeemhof.nl, gebucht wird über dessen eigenes Buchungssystem; über Center Parcs ist der Campingplatz nicht buchbar. Wir setzen hier bewusst keinen Link: Für diesen Platz gibt es kein Partnerprogramm, an dem wir beteiligt wären – und irgendeinen Ersatzlink zu setzen, nur damit auf dieser Seite etwas Klickbares steht, kommt für uns nicht in Frage.

Unser Fazit

Camping Marina Eemhof bekommt von uns 3,5 von 5, und beide Hälften dieser Zahl sind gemeint. Die obere: eine schöne Lage am Hafen, ein eigener Strand, ein Betreiber, der bei Kälte Heizdecken hinlegt, und ein Nachbar, dessen Indoor-Spielwelt wir bei durchwachsenem Wetter tagelang nutzen konnten, ohne dafür zu zahlen.

Die untere: Wir hatten ein Safari-Zelt ohne Bad, während der Betreiber seine Safari-Zelte mit Bad bewirbt – das muss man vor der Buchung klären. Das Aqua Mundo kostet extra, ohne dass die Ausstattungsliste des Platzes darauf hinweist. Und die Jahreszeit war schlicht falsch gewählt.

Wenn du diesen Platz im Juli buchst, gute Wahl. Wenn du ihn zu Ostern buchst, pack Schlafsäcke ein, mit denen du auch ohne Heizdecke durch die Nacht kommst – und rechne das Schwimmbad vorher durch. Alle anderen Stationen unserer Osterreise stehen in der Camping-Übersicht Holland.