Camping auf Korsika mit Kindern - Route, Campingplätze und unsere eigenen Tipps
Camping auf Korsika mit Kind: unsere echte Route mit Kalli, alle Campingplätze von der flachen Ostküste bis in die Balagne und was sie mit Kind wirklich taugen - aus zwei Familienreisen.
Korsika war längst nicht unsere erste große Reise mit Kalli, unserem weißen VW California - vorher waren wir mit ihm schon auf Sardinien, in Holland, in Frankreich und in Bayern unterwegs. Auf Korsika waren es dann vier Wochen rund um die Insel, mit dem Großen (damals 6) und dem Kleinen (damals 1,5). 2026 sind wir wiedergekommen, diesmal als Standort-Urlaub mit nur zwei Plätzen statt Rundreise. Auf dieser Seite bündeln wir alles, was wir über Camping auf Korsika mit Kindern gelernt haben - von der Fähre bis zum letzten Stellplatz.
Die Insel ist für Familien ein Geschenk und eine Herausforderung zugleich: flache, kindgerechte Sandstrände an der Ostküste, wilde Flussgumpen in den Bergen, dramatische Klippen im Süden - und dazwischen kurvige Straßen, die mit Kleinkind und Bus Zeit kosten. Wir hangeln uns hier einmal um die ganze Insel, von der Ankunft in Bastia bis in die Balagne, und verlinken bei jedem Abschnitt die Campingplätze, die wir selbst getestet haben - mit Zelt-Bewertung, Preisen und allem, was uns mit Kind wichtig war.
Unsere Campingplätze rund um die Insel - tippe auf einen Pin
Erst mal auf die Insel: die Anreise mit der Fähre
Vor Korsika liegt immer das Meer - und die Überfahrt ist der Teil, bei dem wir am meisten dazugelernt haben. Warum wir inzwischen über Savona statt Genua fahren, wieso wir fast immer die Nachtfähre mit Kabine buchen und mit welchem Luftmatratzen-Trick die ganze Familie in einer Zweierkabine schläft, steht ausführlich in unserem Bericht Mit der Fähre nach Korsika. Kurz gesagt: Von Italien landet man in Bastia im Nordosten, von Frankreich in Ajaccio - und welcher Hafen besser passt, hängt davon ab, wohin auf der Insel es gehen soll.
Das Wichtigste zuerst - rechtzeitig reservieren
Die schönsten Familien-Campingplätze sind in der Hauptsaison (Juli/August) schnell voll, und manche der besten Plätze nehmen für Stellplätze gar keine Reservierung an. Wir haben beides erlebt - und einmal einen Traumplatz verpasst, weil wir zu spät dran waren. Für die Hauptsaison heißt das: früh buchen, wo es geht, und wo nicht, möglichst früh am Tag anreisen.
Die Ostküste: flach, sandig, ideal fürs Kleinkind
Wer in Bastia ankommt, ist gleich richtig: Die Ostküste ist die flachste und kinderfreundlichste Ecke der Insel. Unser erster und letzter Stopp ist immer Camping San Damiano bei Biguglia - keine 20 Minuten vom Fährhafen, mit flachem Sandstrand direkt am Platz, Pool mit Kinderbecken und viel Pinienschatten. Für uns mit Abstand der entspannteste Ein- und Ausstieg (Zelt-Bewertung 4,5).
Weiter südlich, an der Bucht von Pinarello, liegt Camping California - der Platz, bei dem sich unser Urteil zwischen zwei Reisen gedreht hat. 2025 waren wir begeistert vom extrem flachen, klaren Wasser, in dem schon das Kleinkind sicher stand. 2026 war der Strand um fast ein Drittel geschrumpft, dazu kam das tägliche Gerangel um die nicht zugeteilten Stellplätze - wir kommen dort nicht wieder, auch wenn die Nachbarbucht Richtung San Ciprianu weiterhin ein Traum ist. Warum, steht ausführlich in unserer Bewertung. Wer den Ferienpark-Komfort mit Pool und Rutschen sucht, sollte sich Camping Campoloro bei Cervione ansehen - ein hochwertiger Platz, an dem wir allerdings mangels Reservierung wieder weiterfahren mussten (siehe Tipp oben).
Der Süden rund um Bonifacio
Ganz im Süden wird die Insel dramatisch - Kreidefelsen, türkise Buchten, und mittendrin die vielleicht schönste davon: die Rondinara. Camping La Rondinara liegt oberhalb dieser Traumbucht mit flachem, türkisem Wasser. Der Strand ist ein Volltreffer, die Logistik weniger: Der Weg vom Platz hinunter ist mit Kleinkind mühsam und die Zufahrt abgelegen. Für den Strand lohnt es sich trotzdem - man muss nur bereit sein, den Aufwand in Kauf zu nehmen (Zelt-Bewertung 3,5).
Die Westküste: Golfe de Valinco und Liscia
An der Westküste wird es rauer und schattenärmer, dafür türkis und weniger überlaufen. Im Golfe de Valinco bei Olmeto-Plage haben wir zwei Nachbarn getestet: Camping Ras l'Bol mit viel Pinienschatten, hübschem Pool und dem Strand direkt gegenüber - nur trennt eine vielbefahrene Straße den Platz vom Meer (Zelt-Bewertung 4,0). Und direkt hinter dem Strand Camping Chez Antoine, mit türkisem Wasser und Schnorchelfelsen gleich nebenan, dafür wenig Schatten und einer steilen Einfahrt (3,5).
Etwas weiter nördlich, am Golfe de la Liscia bei Calcatoggio, liegt Camping A Marina: ein einfacher, familiärer Platz mit breitem Sandstrand und einer flachen Flussmündung zum Planschen - ideal fürs Kleinkind, wenn man mit wenig Schatten leben kann (3,5).
Die Balagne im Norden
Ganz im Nordwesten, in der Balagne zwischen Calvi und L'Île-Rousse, liegt Camping Le Bodri - der Platz, an dem wir am längsten geblieben sind. Ein Traumstrand mit flachem, weißem Sand, viel Pinienschatten - und ein eigener Bedarfshalt der kleinen Küstenbahn direkt am Platz. Damit erreicht man Calvi oder L'Île-Rousse ganz ohne Auto und Parkplatzsuche, was mit Kind Gold wert ist (Zelt-Bewertung 4,5). Zwei weitere Plätze bei Calvi (La Pinède und Paduella) haben wir nur angeschaut.
In die Berge: Flussgumpen an der Bavella
Wer genug Strand hat, findet im Landesinneren die andere Seite Korsikas: klare Flussgumpen zwischen Felsen, kühl und wild. Oberhalb von Solenzara, an der kurvigen Bavella-Straße, liegt Camping U Rosumarinu direkt am Fluss - ein Abenteuer-Paradies für ältere, trittsichere Kinder, aber mit glatten Felsen, kleinen Abhängen und tiefen Gumpen nichts für flitzende Kleinkinder (Zelt-Bewertung 3,0, bewusst für beide Seiten). Es ist ein einfacher 2-Sterne-Platz ohne Schnickschnack und ohne Landstrom. Wer es am selben Fluss komfortabler mag - mit Landstrom und Restaurant -, dem haben wir den direkten Nachbarn Camping U Ponte Grossu angeschaut.
Unser Fazit: welcher Platz für welche Familie
Nach zwei Reisen ist unser Muster klar: Für den unkomplizierten Strandurlaub mit Kleinkind sind San Damiano an der Ostküste und Le Bodri im Norden die sichersten Treffer. California an der Bucht von Pinarello war lange in dieser Liste - dort hat uns 2026 der stark geschrumpfte Strand und das Platzgerangel vertrieben. Wer Postkarten-Buchten sucht und dafür Aufwand in Kauf nimmt, fährt in den Süden zur Rondinara. Und für ältere Kinder mit Abenteuerlust lohnt der Abstecher in die Berge.
2026 haben wir es zum ersten Mal anders gemacht: kein Rundreise-Stress mehr, sondern Standort-Camping mit nur zwei Plätzen - erst Camping California im Süden, danach San Damiano im Norden. Dass ausgerechnet California uns diesmal enttäuscht hat, gehört zur ehrlichen Bilanz dazu. Wie sich Korsika überhaupt mit dem Bus fährt - enge Straßen, Stellplätze, Strom -, sammeln wir unter unterwegs mit dem VW California.
Alle Plätze mit Fotos, Preisen und ausführlicher Bewertung findet ihr direkt unten - viel Spaß beim Stöbern und Planen.
Camping California bei Pinarello im Familientest - zwei Aufenthalte, zwei Eindrücke: 2025 waren wir begeistert von der flachen Bucht, 2026 war der Strand um fast ein Drittel geschrumpft und das Gerangel um die freien Stellplätze zu viel. Unsere ehrliche Bewertung, warum wir nicht wiederkommen - und was trotzdem für den Platz spricht.
Mit der Fähre nach Korsika: warum wir über Savona statt Genua fahren, wie die Nachtfähre mit Kabine (und der Trick mit der Luftmatratze) funktioniert, Übernachten an Deck - und welcher Korsika-Hafen zu welchem Ziel passt.
Camping Campoloro bei Cervione an der Ostküste Korsikas: hochwertiger Geheimtipp mit Ferienparkcharakter, flachem Sandstrand, Beachbar, Pool und Riesenrutschen. Wir waren vor Ort - und mussten ohne Reservierung weiterfahren. Warum ihr in der Hochsaison unbedingt früh reservieren solltet - erster Eindruck vor Ort, ohne eigene Übernachtung.
Camping U Ponte Grossu an der Bavella-Straße bei Solenzara - direkt neben U Rosumarinu, aber mit Landstrom, Restaurant und Stellplätzen am Fluss. Der komfortablere Fluss-Nachbar im Familientest angeschaut: erster Eindruck aus eigener Anschauung, ohne eigene Übernachtung.
Camping Le Bodri in der Balagne im Familientest: ein Traumstrand mit flachem weißem Sand, viel Pinienschatten und ein eigener Bahn-Bedarfshalt für autofreie Ausflüge nach Calvi und L'Île-Rousse - der Platz, an dem wir am längsten geblieben sind. Unsere Bewertung aus eigener Erfahrung.
Camping A Marina bei Calcatoggio am Golfe de la Liscia im Familientest: ein einfacher, familiärer Platz mit breitem Sandstrand und einer flachen Flussmündung zum Planschen - ideal fürs Kleinkind, dafür wenig Schatten. Unsere Bewertung aus eigener Erfahrung.
Camping Ras l'Bol bei Olmeto-Plage im Golfe de Valinco im Familientest: viel Pinienschatten, ein hübscher Pool und der Strand direkt gegenüber - nur trennt eine vielbefahrene Straße den Platz vom Meer. Unsere Bewertung aus eigener Erfahrung.
Camping Chez Antoine bei Olmeto-Plage im Golfe de Valinco im Familientest: Stellplätze direkt hinter dem Strand, türkises Wasser und Schnorchelfelsen - dafür wenig Schatten und eine steile Einfahrt. Warum wir kurz blieben und weiterfuhren.
Camping La Rondinara bei Bonifacio im Familientest: einer der schönsten Buchtstrände Korsikas mit flachem, türkisem Wasser - aber der Platz liegt oberhalb, der Weg zum Strand ist mit Kleinkind mühsam und die Zufahrt abgelegen. Unsere Bewertung aus eigener Erfahrung.
Camping U Rosumarinu an der Bavella-Straße im Familientest: natürliche Flussgumpen zum Baden, viel Natur, kein Landstrom - ein Abenteuer-Paradies für ältere Kinder und nichts für flitzende Kleinkinder. Unsere Bewertung aus eigener Erfahrung.
Camping San Damiano bei Biguglia im Familientest: flacher Sandstrand fürs Kleinkind, Pool mit Kinderbecken, viel Pinienschatten und nur 9 km vom Fährhafen Bastia - unser erster und letzter Stopp auf Korsika.