Siebzehn Tage, vier Unterkünfte, ein Auto: Vom 27. März bis zum 12. April 2026 waren wir in den Niederlanden unterwegs. Angefangen haben wir in einem Ferienhaus, das „Beach Chilla" heißt, geschlafen haben wir zuletzt in einem Campingfass. Dazwischen lagen ein älteres Ferienhaus in den Dünen bei Julianadorp, ein Safari-Zelt bei Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt und ein Tag auf Texel, an dem wir vier Ferienparks angesehen haben.
Diese Seite ist die Klammer um die ganze Reise: die Reihenfolge, die Wege, die Beträge, die wir belegen können – und die zwei Dinge, die wir vorher gern gewusst hätten. Was die einzelnen Häuser, Zelte und Parks taugen, steht jeweils auf ihrer eigenen Seite. Hier verlinken wir sie, statt sie zu wiederholen.
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Die Route: von Zandvoort bis an die Grevelingen
| Zeitraum | Station | Unterkunft |
|---|---|---|
| 27.–31.03. | Center Parcs Park Zandvoort, Noord-Holland | Ferienhaus „Beach Chilla", 4 Nächte |
| 30.03.–04.04. | Landal Beach Resort Ooghduyne, Julianadorp | Ferienhaus in Privatbesitz |
| 01.04. | Tagesausflug nach Texel | – |
| 02.–05.04. | Camping Marina Eemhof, Zeewolde | Safari-Zelt |
| 06.–12.04. | Camping Port Zélande, Ouddorp | Campingfass, 6 Nächte |
| 08.04. | Landal Eco Grevelingenstrand besucht | – |
Auf der Landkarte ergibt das ein großes S: erst an die Küste westlich von Amsterdam, dann hoch in den Norden Nordhollands bis kurz vor Den Helder, von dort quer ins Binnenland nach Flevoland an den Eemmeer und zum Schluss ganz nach Süden auf die Halbinsel bei Ouddorp in Zuid-Holland. Ostersonntag war der 5. April – er fiel bei uns auf den letzten Tag am Eemmeer.
Zwei Tage tauchen in der Tabelle doppelt auf: Am 2. und am 4. April waren wir an beiden Orten. Die Termine der Stationen zwei und drei haben sich überschnitten, so sauber, wie so eine Tabelle aussieht, war die Reise also nicht.
Vier Unterkünfte, vier Welten – der rote Faden
Wir haben diese Reise nicht geplant, um Unterkunftsarten zu vergleichen. Am Ende war genau das aber ihr Ertrag, weil zwischen der ersten und der letzten Nacht Welten lagen.
Station 1 – das Design-Ende der Skala. Die Beach Chilla in Park Zandvoort ist ein modernes, aufpreispflichtiges Ferienhaus – rund 700 Euro für die vier Nächte. Wir sind also sehr komfortabel gestartet. Ein Punkt gehört trotzdem in jede Routenplanung: Action Factory und BALUBA, die beiden Indoor-Hallen, liegen gar nicht im Ferienpark, sondern 564 Meter entfernt am Strandhotel – dazwischen eine Straße mit zwei getrennten Fahrbahnen. Mit kleinem Kind ist das kein Spaziergang.
Station 2 – ganz normales Ferienhaus. In Ooghduyne wohnten wir in einem deutlich älteren Haus, zweigeteilt mit Wohnzimmer auf der einen und Schlafzimmern auf der anderen Seite, mit kleinem Vorgarten und Hintergarten, sehr grün. Es war offensichtlich im Privatbesitz und nur über Landal vermarktet, was die schwankende Ausstattung solcher Parks gut erklärt. Beheizt war es nicht besonders gut – Ende März merkt man das. Zum Strand nennt Landal selbst 25 Minuten Fußweg; wir hatten einen Bollerwagen dabei, und damit war es völlig in Ordnung. Auf einem dieser Wege sind wir am Ferienpark Strandslag vorbeigekommen und haben ihn uns angesehen, weil er deutlich näher am Strand liegt.
Station 3 – Safari-Zelt, und das ist die Warnung dieser Reise. Unser Zelt auf Camping Marina Eemhof hatte eine Küche, aber kein Bad; das Bad stand nebendran. Der Betreiber bewirbt seine Safari-Zelte an mehreren Stellen mit Dusche und WC im Zelt – unseres hatte beides nicht. Welche Kategorie wir genau gebucht hatten, lässt sich im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren, deshalb behaupten wir nicht, dass alle Zelte dort so sind. Nur: Verlassen würden wir uns darauf nicht mehr.
Station 4 – Fass mit Heizung. Auf Camping Port Zélande haben wir in einem Campingfass geschlafen, ein größeres Bett und zwei ineinander schiebbare Einzelbetten. Ein eigenes Bad gab es auch hier nicht, dafür Toiletten und Duschen auf dem Platz. Entscheidend war etwas anderes: Es gab eine sehr gute Heizung, und deswegen waren die sechs Nächte völlig okay. Wichtig beim Buchen – der Anbieter nennt seine Mietunterkünfte nicht Campingfass und Safari-Zelt, sondern „Pods" und „Lodgezelte". Nach diesen Begriffen muss man suchen.
Camping im April in Holland: geht – aber nicht ohne Heizung
Im Safari-Zelt am Eemmeer sank die Temperatur nachts auf fast null Grad. Gerettet haben uns Heizdecken, die der Platz gestellt hat. Das ist Kritik und Lob zugleich: Man braucht sie, und der Betreiber weiß das offenbar. Im Campingfass auf Port Zélande war es umgekehrt – gute Heizung, kein Thema, und das Wetter wurde von Tag zu Tag besser. Wer im Frühjahr eine Mietunterkunft auf einem Campingplatz bucht, sollte deshalb zwei Fragen vorher klären: Ist eine Heizung drin, und ist das Bad im Objekt oder auf dem Platz?
Beide Plätze stehen mit allen Details in unserer Übersicht der Campingplätze in Holland.
Was das Schwimmbad kostet, wenn man nebenan campt
Das ist der zweite Faden dieser Reise, und er war für uns die größte praktische Überraschung: Wir haben zweimal direkt neben einem Center Parcs gecampt – und in keinem der beiden Fälle war das Aqua Mundo im Preis enthalten. Nur die Wege dorthin waren verschieden.
Camping Marina Eemhof gehört gar nicht zu Center Parcs, sondern liegt als eigener Betrieb am Yachthafen neben dem Park. Wir kamen an das Gelände und die übrigen Einrichtungen weitgehend frei heran; die Action Factory mit ihrem riesigen Indoor-Spielplatz und den Shows konnten wir bei Aprilwetter ohne Zusatzkosten nutzen, und das war für uns der eigentliche Gewinn. Fürs Schwimmbad dagegen mussten wir uns Tagestickets selbst besorgen. Schriftlich trennt der Betreiber das genauso: freier Zutritt zum Center-Parcs-Gelände auf der einen Seite, 20 Prozent Rabatt aufs Aqua Mundo auf der anderen. Den Rabatt bekommt man über einen „havenbon", den man an der Schwimmbadkasse vorzeigt – wir haben ihn bekommen. Was ein Tagesticket dort kostet, sagt der Betreiber allerdings nirgends; Drittquellen nennen Spannen zwischen 15 und 34 Euro pro Person (Stand: August 2026).
Camping Port Zélande gehört zu Center Parcs – und trotzdem ist das Aqua Mundo seit dem 1. November 2023 nicht mehr inklusive, sondern wird dazugebucht. Abgerechnet wird pro Person und pro Nacht, und zwar für den gesamten Aufenthalt und alle Mitreisenden; einzelne Tage für einzelne Personen gehen nicht. Die einzige dokumentierte Rate liegt bei 5,00 Euro pro Person und Nacht (Stand: Juli 2023), alternativ gibt es Tageskarten für 15 Euro pro Person. Wir haben für unsere Woche rund 128 Euro in Erinnerung – das passt zur Größenordnung, ist aber eine Erinnerung und keine Rechnung.
Zum Vergleich die dritte Variante: In Ooghduyne ist das große Bad für Parkgäste inklusive, und es steht sogar Auswärtigen offen – 8,95 Euro für alle zwischen 4 und 64 Jahren, ohne Reservierung, in zwei festen Zeitblöcken (Tarif gültig ab 1. Juli 2026).
Drei Bäder, drei Regeln – so würden wir es nachrechnen
Ferienpark gebucht: Bad meist inklusive. Auf einem fremden Campingplatz nebenan: Tagesticket, in Marina Eemhof mit 20 Prozent Rabatt über den havenbon. Auf dem Campingplatz des Parks selbst: Zubuchung pro Person und Nacht für den ganzen Aufenthalt. Bei einer Familie und einer ganzen Woche ist das der Unterschied zwischen „schon bezahlt" und einem dreistelligen Betrag obendrauf – eine Position, die wir künftig vor dem Buchen ausrechnen.
Der Tag auf Texel – und ob die Fähre sein muss
Von Julianadorp aus sind wir am 1. April nach Texel übergesetzt. Die Fähre fährt von Den Helder nach 't Horntje, reservieren muss man nicht – TESO schreibt das ausdrücklich so. Wir haben uns einfach ein Ticket gekauft, sind rübergefahren und dabei im Auto sitzen geblieben. Für den gesamten Vorgang mit Anstellen und Verladen sollte man rund 60 Minuten einplanen, die reine Überfahrt dauert etwa 20 Minuten.
Der Preis gilt für Hin- und Rückfahrt zusammen und schließt die Insassen ein; kassiert wird nur in Richtung Texel. Zum Zeitpunkt unserer Reise kostete ein Pkw bis 6,5 Meter 46,50 Euro von Freitag bis Montag und 31,00 Euro von Dienstag bis Donnerstag. Zum 16. Juni 2026 hat TESO erhöht, seither sind es 48,00 beziehungsweise 32,00 Euro (Stand: August 2026).
Und dann die unbequeme Frage: Muss das sein? Unsere ehrliche Antwort ist ein Jein. Texel ist etwas für Texel-Liebhaber. Für einen Familienurlaub am Strand reicht aus unserer Sicht Julianadorp genauso – und von dort macht man eben einen Tagesausflug hinüber. Richtig lohnen dürfte die Insel als Standort erst ab einer Woche, für ein Wochenende ist die Fährfahrt zu viel Aufwand. Welche vier Parks wir an diesem einen Tag angesehen haben und was davon wirklich sehenswert ist, steht in Texel mit Kindern.
Der Abstecher, der am meisten hängen geblieben ist
Am 8. April haben wir von Port Zélande aus Freunde besucht, die im Landal Eco Grevelingenstrand wohnten. Der Park liegt praktisch hinter dem Center Parcs – bis zur Parkgrenze sind es rund 80 Meter, bis zum Nordseestrand knapp 900. Wir sind über das Gelände gelaufen, haben auf der Terrasse eines der Häuser gesessen und in den flachen, von Steinen begrenzten Buchten am Grevelingenmeer gebadet, in denen Kinder problemlos laufen können. Übernachtet haben wir dort nicht – deshalb legt die Parkseite offen, worauf unser Eindruck fußt und worauf nicht. Für die Routenplanung zählt vor allem eins: An dieser Ecke Hollands liegen zwei sehr verschiedene Anlagen direkt nebeneinander.
Was wir über die Kosten sagen können – und was nicht
Konkrete Zahlen sind das, was einen Reisebericht von einem Prospekt unterscheidet. Deshalb hier sauber getrennt, was wir belegen können:
- Rund 700 Euro für vier Nächte im Ferienhaus Beach Chilla in Park Zandvoort.
- 26,00 Euro für zwei Personen beim „Crazy Bingo" im Market Dome von Park Zandvoort, also 13 Euro pro Person. Abendprogramm gibt es dort, es kostet aber extra. Und die Quiznight an unserem Anreiseabend lief komplett auf Niederländisch – gespielt wurde per Handy, 15 Fragen, klar für Erwachsene gemacht. Das steht in keinem Anbietertext.
- Fähre nach Texel: 46,50 / 31,00 Euro zur Reisezeit, aktuell 48,00 / 32,00 Euro (Stand: August 2026), jeweils Retour inklusive Insassen.
- Schwimmbad: die oben genannten Regelungen – Tagesticket mit 20 Prozent Rabatt in Marina Eemhof, Zubuchung ab 5,00 Euro pro Person und Nacht auf Port Zélande.
Was wir nicht sagen können: was die Reise insgesamt gekostet hat. Wir haben unterwegs nicht mitgeschrieben, und eine hübsch gerundete Gesamtsumme wäre erfunden. Lieber ehrlich dünn als erfunden dick.
Unser Fazit nach 17 Tagen
Das war insgesamt ein super guter Trip. Vier Stationen bedeuten dreimal Umziehen mitten in den Ferien, aber jede Station war ein anderer Urlaub: Design-Ferienhaus, grünes Privathaus in den Dünen, Zelt am Yachthafen, Fass an der Nordsee. Wenn wir aus diesen siebzehn Tagen drei Sätze mitnehmen, dann diese:
- Camping im April in Holland funktioniert – aber nur mit Heizung oder Heizdecke, und mit der Klarheit, wo das Bad steht.
- Das Schwimmbad nebenan ist nie inklusive. Weder als Gast eines fremden Campingplatzes neben dem Park noch auf dem Campingplatz des Parks selbst.
- Texel muss man nicht wohnen, um Texel zu sehen. Ein Tagesausflug von Julianadorp aus reicht für den Anfang völlig.
Was uns an den einzelnen Stationen überzeugt hat, was genervt hat und für welche Familien das jeweils passt, steht auf den verlinkten Seiten.
