Station zwei unserer Osterrundreise durch Holland war das Landal Beach Resort Ooghduyne in Julianadorp aan Zee. Wir sind am 30. März angereist, direkt aus Zandvoort, und haben von hier aus unter anderem den Texel-Tag gemacht.

Vorweg: Das ist kein Park, bei dem man beim Einchecken „wow" sagt. Es ist ein solider, grüner, ganz normaler Ferienpark – und genau deshalb hat er uns gefallen. Was ich vorher gern gewusst hätte, steht hier.

Das Wichtigste für Eilige

  • Unterkunft: ein ganz normales Ferienhaus, ein bisschen älter. Zweigeteilter Grundriss: links ein großes Wohnzimmer, rechts die Schlafzimmer.
  • Der Haken: nicht super gut beheizt. Ende März und Anfang April ist das ein Thema.
  • Grün: jedes Häuschen hat einen kleinen Vorgarten und einen Hintergarten.
  • Strand: rund 25 Minuten zu Fuß – Landal nennt selbst diese Zahl, und sie stimmt. Zehn Minuten sind es nicht.
  • Schwimmbad: groß, mit 62,5 Meter langer Rutsche. Für Parkgäste frei, für alle anderen gegen Tageskarte (8,95 € für 4–64 Jahre, Tarifblatt gültig ab 1. Juli 2026).
  • Größe: rund 415 Einheiten – 284 Villen, 50 Appartements und 81 separat gelegene Strandhäuser – auf etwa 55 Hektar.
  • Adresse: Van Foreestweg 20, 1787 PS Julianadorp aan Zee.
  • Preise: Preise und Verfügbarkeit prüfst du am besten direkt* – was genau wir gezahlt haben, bekomme ich für diesen Aufenthalt nicht mehr sauber zusammen, deshalb steht hier keine Zahl. Nur so viel: Das Preis-Leistungs-Verhältnis war gut.
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Ein ganz normales Ferienhaus – und warum das hier eine Aussage ist

Wir waren in einem ganz normalen Ferienhaus. Kein Themenhaus, keine Designer-Küche, nichts, was man auf Instagram stellt. Das Haus war ein bisschen älter – und deutlich älter als das, in dem wir ein paar Tage vorher in Zandvoort gewohnt haben.

Der Grundriss ist zweigeteilt, und das fanden wir mit Kindern richtig praktisch: Auf der linken Seite liegt ein großes Wohnzimmer mit offener Küche, auf der rechten Seite liegen die Schlafzimmer. Abends kann man also im Wohnbereich sitzen, ohne direkt an einer Kinderzimmertür zu stehen.

Die Schlafzimmer liegen alle auf der anderen Seite, teils unter der Dachschräge. Handtücher lagen bei uns schon auf den Betten.

Bad, Gäste-WC und ein kleiner Hauswirtschaftsraum sind das, was ein Ferienhaus mit Kindern wirklich braucht. Die Badewanne war für uns der Punkt, an dem sich der etwas ältere Zustand plötzlich in einen Vorteil verwandelt hat – die gibt es in neueren Häusern oft nicht mehr, und mit kleinem Kind ist sie nach einem Tag in Sand und Wind Gold wert. Die Waschmaschine im Hauswirtschaftsraum ebenso, wenn draußen alles nass wird.

Nicht super gut beheizt – der Punkt, den ich vorher gern gewusst hätte

Das ist unsere ehrlichste Kritik an diesem Haus: Es war nicht super gut beheizt. Ende März und Anfang April ist das an der niederländischen Nordseeküste kein Detail, sondern das, was den Abend bestimmt. Tagsüber merkt man nichts, weil man sowieso unterwegs ist. Aber wenn die Kinder abends auf dem Boden spielen, ist der Unterschied da.

Frühjahrsurlaub an der Nordsee

Wenn du in den Osterferien buchst, pack warme Sachen für drinnen ein: dicke Socken, eine Kuscheldecke fürs Sofa, einen Schlafanzug mehr als geplant. Das kostet nichts und macht genau den Unterschied, über den wir uns geärgert haben.

Belegen lässt sich das über den Park hinaus übrigens nicht: Landal tauscht auf Ooghduyne seit spätestens 2026 veraltete Warmwassertechnik in den großen 16-Personen-Häusern aus, laut Fachpresse waren im März 2026 acht Häuser fertig und 13 weitere für das Jahr geplant. Ob die Heizung parkweit ein Thema ist, weiß ich nicht – ich weiß nur, wie unser Haus war.

Warum die Ausstattung von Haus zu Haus schwankt

Das ist die Einordnung, die diesem Park am meisten hilft und die man auf keiner Buchungsseite liest: Ein Teil der Häuser auf Ooghduyne ist offensichtlich im Privatbesitz und wird nur von Landal vermarktet. Das haben wir vor Ort gemerkt, und es lässt sich nachprüfen – während wir für diesen Artikel recherchiert haben, stand auf dem Resort ein freistehendes Haus für 429.500 € zum Verkauf: 110 m² Wohnfläche, Baujahr 1992, Vermietung ausdrücklich möglich, aber nicht verpflichtend, und wenn, dann über Landal.

Daraus folgt das Wichtigste für deine Buchung: Es gibt hier keinen einheitlichen Ausstattungsstandard. Landal veröffentlicht auf der Parkseite auch nur die Belegungsstufen – 1–4, 5–8, 9–22 Personen und Kinder-Ferienhaus –, nicht aber Quadratmeter oder Einrichtung je Haustyp. Wie modern dein Haus ist, hängt also am Eigentümer, nicht an der Kategorie.

Genau dieses Muster steckt auch in den Bewertungen: Zoover führte den Park beim Abruf im August 2026 mit 7,1 aus 19 Bewertungen – wenig Stimmen, aber die Teilnoten sind eindeutig. Lage 7,6 und Kinderfreundlichkeit 7,7 stehen über Unterkunft 6,3 und Hygiene 6,4. (In Suchergebnissen tauchten für dasselbe Portal auch 6,5 beziehungsweise 6,6 bei 132 Bewertungen auf; das habe ich nicht auflösen können.) Der Park kann also mehr als seine Häuser – und das deckt sich ziemlich genau mit unserem Eindruck.

Sehr grün, mit Vorgarten und Hintergarten

Was den Aufenthalt trotz allem angenehm gemacht hat: Jedes Häuschen hat hier einen kleinen Vorgarten und einen Hintergarten. Es ist sehr grün. Man sitzt nicht in der Terrasse des Nachbarn, die Kinder haben direkt vor der Tür ein Stück Wiese, und man muss nicht erst irgendwohin laufen, damit jemand einen Ball treten kann.

Zusammen mit dem eher unaufgeregten Rest ergibt das genau die Sorte Urlaub, die wir in Holland suchen: nichts Spektakuläres, aber man kommt an. Wir haben uns da wohlgefühlt.

Zum Strand sind es 25 Minuten – nicht zehn

Hier muss ich mich selbst korrigieren, und zwar deutlich. Mein erster Eindruck war „man läuft bestimmt zehn Minuten". Das stimmt nicht. Landal nennt selbst 25 Minuten, und nachgemessen sind es von der Rezeption rund 2,3 Kilometer zum nächsten Strandaufgang, also gut 25 bis 28 Minuten. Nur die günstigste Ecke des Parks kommt auf etwa 13 Minuten.

Der Widerspruch, über den man beim Buchen stolpert, löst sich so auf: Luftlinie ist der Strand tatsächlich nur gut einen Kilometer weg – deshalb steht auf manchen Portalen „ca. 1 km". Laufen kann man aber nicht quer durch die Dünen, sondern muss einen der Strandaufgänge nehmen, und damit verdoppelt sich der Weg.

Wir hatten für unser kleines Kind einen Bollerwagen dabei und haben ihn nach vorne gezogen – so war das total in Ordnung. Aber genau das ist der Punkt: Der Bollerwagen ist hier keine nette Zugabe, sondern die Bedingung. Ohne ihn ist der Weg mit einem kleinen Kind kein Spaziergang, sondern zweimal am Tag eine halbe Stunde Verhandlung.

Dafür ist der Strand dann fantastisch: breit, weit, und im März und April hat man ihn weitgehend für sich.

Der Parkname führt in die Irre

„Beach Resort" heißt hier nicht „am Strand". Direkt am Strand liegen nur die 81 Strandhäuser, und die vermarktet Landal als eigenen Park mit eigener Rezeption – rund 1,3 Kilometer vom Hauptpark entfernt. Wer den Namen wörtlich nimmt und den Hauptpark bucht, bucht am eigenen Wunsch vorbei. Wenn du wirklich direkt am Strand schlafen willst, schau dir die Strandhäuschen in Julianadorp an.

Der Nachbar Strandslag – warum wir ihn uns unterwegs angesehen haben

Auf genau diesen Strandwegen sind wir am Ferienpark Strandslag vorbeigelaufen. Und weil man an einem Ferienpark nicht einfach vorbeigeht, wenn man Ferienparks zum Hobby gemacht hat, haben wir ihn uns angesehen – weil er einfach deutlich näher am Strand liegt.

Das ist keine Ahnung, sondern nachrechenbar: Von der Mitte des Strandslag sind es 651 Meter Luftlinie und 756 Meter Fußweg zum Strandaufgang, also etwa neun Minuten. Vom Ooghduyne-Hauptpark sind es je nach Startpunkt 19 bis 28 Minuten. Unterm Strich rund 19 Minuten Unterschied – pro Weg. Bei zwei Strandbesuchen am Tag ist das eine gute Stunde Familienleben.

Und trotzdem ist die Sache nicht entschieden, denn sie geht in beide Richtungen:

  • Strandslag hat kein eigenes Schwimmbad. Wer dort wohnt und ins Bad will, fährt ins Ooghduyne und zahlt Eintritt.
  • Ooghduyne hat das Bad, aber den Weg. Bei Regen bist du hier im Vorteil, bei Sonne dort.
  • Die beiden Parkränder liegen nur gut 200 Meter auseinander – eine direkte Verbindung gibt es aber nicht. Zu Fuß sind es von Zentrum zu Zentrum rund zwei Kilometer außen herum, mit dem Rad etwa sieben Minuten.

Für uns ist das die ehrlichste Entscheidungshilfe für Julianadorp: Strand oder Schwimmbad – such dir aus, was bei euch häufiger passiert. Mehr zur Gegend steht in unserem Artikel über Julianadorp mit Kindern.

Das Schwimmbad ist groß – und jeder darf rein

Das Hallenbad ist das stärkste Argument des Parks. Es ist ein sehr großes Schwimmbad, fast schon vergleichbar mit dem, was wir davor in Zandvoort hatten – und die Besonderheit: Da können auch alle anderen rein. Es ist kein reines Parkbad, sondern faktisch das Hallenbad der Region.

Blick über den flachen Kleinkinderbereich des Hallenbads mit Leuchtturm-Figur und raumhoher Fensterfront
Der flache Kleinkinderbereich mit Leuchtturm – hier haben wir die meiste Zeit verbracht

Was du dazu wissen solltest (Stand: Tarifblatt gültig ab 1. Juli 2026, abgerufen im August 2026):

  • Übernachtungsgäste des Parks zahlen nichts.
  • Für alle anderen: 8,95 € von 4 bis 64 Jahren, 7,95 € ab 65, 3,95 € für Kinder von 0 bis 3. Eine eigene Kinderermäßigung zwischen 4 und 17 Jahren gibt es nicht – ab vier zahlt jedes Kind den vollen Tarif.
  • Das Bad arbeitet in zwei Blöcken: 10 bis 13 Uhr und 14 bis 17.45 Uhr, dazwischen ist zu. Ein Ticket gilt für einen Block, nicht für beide.
  • Reservieren muss man nicht, aber voll ist voll. Und das Bad nimmt kein Bargeld.

Drin gibt es eine 62,5 Meter lange, beleuchtete Rutsche, einen Strömungskanal, Whirlpool, Schwimmerbar und den flachen Kleinkinderbereich. Für uns war vor allem letzterer der Grund, warum die verregneten Vormittage funktioniert haben.

Wenn es regnet: Indoor-Spielplatz, Bowling, Lasergame

Der zweite Grund, warum ein Aprilurlaub hier trägt: Es gibt genug Trockenes. Der Indoor-Spielbereich ist auf kleinere Kinder ausgelegt – Matten, Kletternetz, Tunnel –, und er liegt so, dass man sich als Eltern dazusetzen kann.

Dazu kommen Bowling und eine Lasergame-Arena im Park. Beides läuft, wie das Schwimmbad, unter der eigenen Marke „Ooghduyne" statt unter Landal – der Freizeitbereich ist hier ein halber eigener Betrieb. Rechne an einem Regentag also nicht damit, dass du allein da bist.

Draußen gibt es Spielplätze, Minigolf, Tennis und einen Golfplatz mit 9 Löchern plus Familien-Kurzplatz. Der Fahrradverleih ist ausdrücklich auch für Nicht-Gäste geöffnet, und mit den Entfernungen hier ist ein Rad die vernünftigste Investition der Woche. Einen klassischen Parkladen habe ich nicht belegt gefunden – Landal führt einen Online-Supermarkt, also einen Bestellservice.

Wenn du von hier aus weiterwillst

Ooghduyne liegt für Ausflüge ausgesprochen gut. Den Helder ist ein Katzensprung, und damit auch der Fähranleger nach Texel – wir haben am 1. April genau das gemacht und uns die Insel angesehen, unter anderem den Landal Sluftervallei. Für einen Tag lohnt sich das. Ob es Texel für eine ganze Woche sein muss, ist eine andere Frage – dazu haben wir eine ziemlich klare Meinung, und die steht im Texel-Artikel.

Wie Ooghduyne in unsere gesamte Osterrunde durch Holland passt – vier Stationen zwischen Zandvoort und Zeeland –, steht in der Rundreise.

Für wen der Park passt – und für wen nicht

Passt, wenn ihr ein bezahlbares, grünes Ferienhaus mit eigenem Stück Garten sucht, das Schwimmbad ein echtes Argument ist und ihr mit einem Bollerwagen oder Fahrrädern anreist.

Passt nicht, wenn ihr euch unter „Beach Resort" einen Strandspaziergang in Badelatschen vorstellt, ein modernes Haus mit garantiertem Standard erwartet – oder im Frühjahr fahrt und Wert auf eine warme Wohnung legt.

Für uns war es die richtige Station zur richtigen Zeit: unaufgeregt, grün, mit einem Bad, das die kalten Tage getragen hat. Vier Sterne – mit den zwei Abzügen, die oben stehen.