Le Bodri war das Ende unserer Korsika-Runde 2025 - der Platz, an dem wir am längsten geblieben sind, Freunde getroffen und uns nach Wochen unterwegs richtig eingelebt haben. In der Balagne, zwischen Calvi und L'Île-Rousse, kommt hier vieles zusammen, was wir mit dem Großen (6) und dem Kleinen (1,5) gesucht haben: ein flacher Traumstrand, viel Schatten und die Möglichkeit, Kalli einfach stehen zu lassen und mit der Bahn loszufahren.
Lage: Pinienwald in der Balagne
Der Platz liegt bei Corbara an der RN 197, rund 1,5 Kilometer von L'Île-Rousse und etwa 20 Kilometer von Calvi entfernt. Rund 300 Stellplätze verteilen sich unter hohen Pinien, die ordentlich Schatten spenden - nach den offenen Westküstenplätzen war das eine Wohltat. Vom Platz aus schaut man über die Macchia hinunter Richtung Meer.

Der Strand: flacher weißer Sand
Die Plage de Bodri ist der Grund, warum wir geblieben sind: rund 400 Meter feiner, fast weißer Sand, türkises Wasser und ein sanft abfallender Einstieg, an dem der Kleine sicher stehen konnte. Der Strand liegt etwa 150 bis 200 Meter über einen Fußweg entfernt - kein Direktzugang vom Stellplatz, aber gut machbar. Gleich nebenan gibt es mit dem Strand Giunchitu eine zweite Option.
Bahngleise am Strandweg
Zwischen Platz und Strand verläuft die Bahnstrecke. Der kleine Zug fährt langsam und ist gut zu hören, aber beim Fußweg mit Kleinkind haben wir die Hand fest gehalten und vor den Gleisen kurz innegehalten. Mit ein bisschen Aufmerksamkeit ist das völlig unproblematisch.
Die Bahn: autofreie Ausflüge mit Kind
Das Highlight für uns war der eigene Bahn-Bedarfshalt direkt am Platz. Der Train des Plages, der kleine Küstenzug der Balagne, hält auf Wunsch an der Station „Bodri" - man signalisiert es einfach dem Schaffner. Von hier aus sind wir ohne Auto nach Calvi und vor allem immer wieder nach L'Île-Rousse gefahren. Mit einem müden Kleinkind und einem aufgeregten Großen ist es Gold wert, den Bus stehen zu lassen und entspannt mit der Bahn zu fahren, statt einen Parkplatz zu suchen.
Train des Plages
Die Balagne-Bahn verbindet Calvi und L'Île-Rousse (rund 22 km) mit vielen Bedarfshalten an den Stränden, darunter „Bodri". Tickets gibt es nicht online, sondern am Bahnhof oder direkt im Zug. Den aktuellen Fahrplan stellt die korsische Bahn unter train-corse.com bereit - in der Hauptsaison fährt sie am dichtesten.
Stellplätze, Bungalows und Ausstattung
Wir standen mit Kalli schattig unter Pinien, der Untergrund ist naturnah. Zur Ausstattung gehören ein Spielplatz, Tischtennis, ein Laden und ein Waschsalon - gerade nach mehreren Wochen unterwegs war Letzterer für uns nicht zu unterschätzen. Wer nicht im eigenen Camper kommt, findet einfache Miet-Bungalows und Mobilheime unter den Bäumen.






Was kostet Le Bodri?
Ein Stellplatz liegt in der Hauptsaison bei rund 45 Euro pro Nacht als Obergrenze (Camper mit Auto, Wohnwagen und Strom); die Einzeltarife setzen sich aus Personen, Fahrzeug und Stromanschluss zusammen (Stand 2025, Richtwerte - die genauen Tarife stehen auf der Platz-Website). Auf camping.info steht Le Bodri bei 4,0 von 5. Für die Lage, den Strand und die Bahnanbindung fanden wir das absolut in Ordnung.
“Hier sind wir am längsten geblieben - Festplatz, Freunde getroffen, mit der Bahn nach L'Île-Rousse und Calvi. Der flache weiße Strand und der eigene Bahnhalt haben uns hier am längsten gehalten.
”
Unser Fazit
Le Bodri ist für uns der schönste Abschluss einer Korsika-Runde: ein flacher, kindgerechter Traumstrand, viel Pinienschatten und die seltene Möglichkeit, mit dem Kind ganz ohne Auto auf Ausflug zu gehen. Die Bahngleise am Strandweg muss man im Blick haben, der Strand liegt einen kurzen Fußweg entfernt - das ist alles, was uns zu einem halben Punkt Abzug bewegt. Sonst würden wir jederzeit wiederkommen.
Den anderen flachen Familienstrand, an dem wir lange waren, findet ihr in unseren Erfahrungen mit dem Camping California im Süden - dort hat sich allerdings 2026 einiges zum Schlechteren verändert. Alle Plätze und unsere komplette Route findet ihr in der Korsika-Übersicht.
