Die Bucht von Rondinara stand auf jeder Korsika-Liste, die wir vor der Reise gelesen haben - und sie hält, was die Fotos versprechen. Eine fast kreisrunde, muschelförmige Bucht, türkis, flach, von zwei Landzungen geschützt. Wir sind 2025 von unserer Basis im Süden hierhergekommen, mit dem Großen (6) und dem Kleinen (1,5), und haben den Tag am Strand geliebt. Nur der Weg dorthin hat uns gezeigt, warum man bei diesem Platz genauer hinschauen sollte.
Die Bucht: zu Recht berühmt
Die Plage de Rondinara liegt zwischen Porto-Vecchio und Bonifacio und ist einer dieser Strände, an denen man kurz stehen bleibt und schaut. Das Wasser bleibt weit draußen flach, kaum Wellen, der Sand ist fein und hell. Für den Kleinen war das ideal - er konnte am Rand stehen und mit den Händen im warmen Wasser patschen, ohne dass uns mulmig wurde. Der Große ist mit der Taucherbrille los und hat die ruhige Bucht abgesucht.

Der Haken: der Weg zum Strand
Hier kommt der Punkt, den man kennen sollte. Der Campingplatz liegt oberhalb der Bucht, der Strand ist rund 500 Meter und gut zehn Minuten entfernt - über einen steinigen Pfad durch die Macchia. Ohne Kind ist das ein schöner Spaziergang. Mit einem Kleinkind, der Wickeltasche, Sonnenschirm, Schwimmflügeln und allem, was eine Familie eben mitschleppt, wird daraus jedes Mal eine kleine Expedition. Feste Schuhe statt Flip-Flops sind hier kein schlechter Rat.
Unser Tipp: mit dem Auto zum Strand
Statt den ganzen Strandkram zu Fuß den Pfad runterzutragen, sind wir mit dem Auto zum Strandparkplatz unten gefahren. Das spart Nerven, gerade in der Mittagshitze mit müdem Kleinkind. Früh da sein lohnt sich, der Parkplatz füllt sich in der Hauptsaison schnell.
Pool, Versorgung und Stellplätze
Oben am Platz entschädigt einiges für den Weg. Es gibt einen schönen Infinity-Pool mit einem eigenen flacheren Kinderbereich - praktisch an den Stunden, in denen man sich den Strandweg sparen will. Der Supermarkt am Platz ist erstaunlich gut sortiert, mit Bäckerei, sodass man für den täglichen Bedarf nicht extra wegfahren muss.








Die Stellplätze liegen teils schattig unter Bäumen, teils offener auf der trockenen Anhöhe. Mit Kalli standen wir ordentlich. Die Zufahrt zum Platz führt über eine lange, kurvige Stichstraße - landschaftlich schön, mit dem Bus aber ein Stück Arbeit.
Was kostet La Rondinara?
Ein Stellplatz mit zwei Personen, Fahrzeug und Strom kostet in der Hauptsaison rund 35 Euro pro Nacht, dazu kommt eine Buchungsgebühr; Mobilheime starten bei etwa 1.141 Euro pro Woche (Stand 2025, Richtwerte - die genauen Tarife stehen auf der Platz-Website). Bei Google steht Rondinara bei 4,1 von 5 aus über 1.500 Bewertungen - ein verdient guter Wert, der vor allem dem Strand und dem gepflegten Platz gilt.
“Wunderschöner Strand, aber der Platz liegt weit oberhalb - mit Kind ist der Weg runter mühsam, und billig ist es auch nicht. Für diese Bucht haben wir es trotzdem gern gemacht.
”
Unser Fazit
Rondinara ist ein Platz für Familien, die den Traumstrand wollen und bereit sind, die Logistik dafür in Kauf zu nehmen. Mit dem Auto zum Strand und dem Pool als Plan B funktioniert das gut. Wer einen Platz mit Strand direkt vor der Tür sucht, ist woanders entspannter.
Wir haben Rondinara als Tagesziel von unserer Basis weiter nördlich gemacht - wie das aussah, lest ihr in unseren Erfahrungen mit dem Camping California bei Pinarello. Alle Plätze und unsere komplette Route findet ihr in der Korsika-Übersicht.
